Seychellen, da denkt jeder an tropische Vegetation, schneeweisse Palmenstrände, türkisfarbenes Wasser, eine bunt schillernde Unterwasserwelt und spektakuläre Granitformationen – aber sicher nicht an Veloferien.

Aber einen Grund muss es geben, dass Bike Adventure Tours eine Reise auf die Trauminseln anbietet und den wollen wir herausfinden.

Anreise

Am Flughafen in Zürich treffen wir unsere Bikegruppe und gemeinsam verpacken wir die Räder, das geht erstaunlich rasch. Die Emirates-Crew überreicht unserem Reiseleiter eine Torte und eine Flasche Champagner – Geburtstag wird er allerdings erst auf dem Rückflug feiern, da ist wohl etwas verwechselt worden.  Den Champagner müssen wir morgens um 6.00 Uhr am Flughafen in Dubai austrinken, durch die Sicherheitskontrolle für den Weiterflug bringen wir die Flasche kaum.

Bike auspacken
Zuerst die Arbeit – dann das Vergnügen

Mahé

Bei unserer Ankunft in Mahé regnet es, kein schöner Empfang. Wir machen unsere Fahrräder klar und starten zu einer Einrolltour in ein wunderschönes Restaurant an einem Traumstand. Nur eben, es regnet. Völlig durchnässt und in Badetücher gehüllt geniessen wir unser erstes Nachtessen und beschliessen für die Rückfahrt ein Taxi zu rufen. Es kommt dann gleich ein Lastwagen, wir springen auf die Ladefläche und haben schon am ersten Tag einen Riesenspass.

Regen
Wenn es regnet im Paradies

Die nächsten Tage erkunden wir auf dem Rad die Traumstrände. Über zwei Pässe radeln wir an imposanten Granitbergen vorbei. Die Aufstiege werden mit fantastischer Aussicht und rasanten Talfahrten belohnt. Wir erreichen den höchstbefahrbaren Punkt der Insel. Von dort marschieren wir zum Morne Blanc, wo uns eine atemberaubende Aussicht auf die ganze Insel erwartet. Nach einer genussvollen Abfahrt nach Belle Vue geht es weiter an den belebtesten Strand der Seychellen: Beau Vallon.

Aussichtspunkt
atemberaubende Aussicht

Den Bikes gönnen wir einen Ruhetag. Den ganzen Tag kämpfen wir uns mit einem Führer zu Fuss durch den Dschungel, wir bekommen Einblick in die Pflanzenwelt der Seychellen. Die Wanderung nimmt kein Ende und wir haben den Verdacht dass der Führer sich verlaufen hat, was er aber natürlich nicht zugibt.

Gruppenfoto
Foto -Time
Aussicht
noch mehr Aussicht

La Digue

Kur vor Mittag erreichen wir den Hafen in Victoria. Das Cargo Boot wird beladen mit Möbeln, Kisten und unserem Gepäck. Wir fragen uns wo da noch Platz für uns bleibt.

Am Mittag fällt der Kapitän einen Entscheid, wir dürfen nicht aufs Boot, das Meer ist zu unruhig. Wirklich traurig sind wir nicht. Unser Reiseleiter organisiert Tickets fürs „normale“ Boot und wir haben Zeit für ein Mittagessen in der Stadt. Beim Einsteigen in das Passagierboot amüsieren wir uns über die vielen „Kotztüten“ die grosszügig verteilt werden – das Lachen vergeht uns schnell.

Cargoboot
Das Cargoboot mit unserem Gepäck

La Digue ist eine richtige Ferieninsel, klein und überschaubar mit echten Traumstränden. Die Zeit scheint stehen geblieben zu sein. Hier fahren alle Velo – allerdings sind wir die Einzigen mit Sportkleidung, Helm und Handschuhen. Alles lässt sich bequem mit dem Rad erreichen (oder mit dem Ochsen-Taxi) und wenn der Weg zu Ende ist führt meist noch ein kleiner Dschungelpfad weiter zu einem nächsten Strand.

La Digue Strand
La Digue – so stellt man sich die Seychellen vor
Taxi
Taxi mal anders
Früchte
schön angerichtet

Am Schweizer Nationalfeiertag ist das Restaurant zu unseren Ehren in Rot-Weiss dekoriert und als Überraschung wird nach dem Essen eine (salzige!) Torte serviert und die Musik spielt „Happy Birthday“. Es wird getanzt und gefeiert und anschliessend geht es ab in die Disco – nur ist ausser uns niemand da.

Torte
Happy birthday Switzerland – geschmeckt hat die Torte leider nicht

Ein Schnorchelausflug steht auf dem Programm. Die Fahrt wird zum Abenteuer, wir fühlen uns wie auf einer Achterbahn. Einige werden bleich und nicht bei allen bleibt das Frühstück im Magen. Zum Glück findet die Crew ein paar einigermassen ruhige Schnorchelplätze, denn es lohnt sich wirklich. Am Nachmittag finden wir Zeit die Gelateria auszuprobieren.

Strand
einfach nur schön
Show
Showeinlage

Am letzten Tag geht es am späteren Nachmittag zu Fuss hinauf auf 300 Meter zu einem Aussichtspunkt. Im Restaurant geniessen wir einen super schönen Sonnenuntergang und ein leckeres Essen.

Grill
Das brutzelt was auf dem Grill
Sunset
Schon fast kitschig

Praslin

Eine kurze Bootsfahrt bringt uns zur zweitgrössten Seychelleninsel, wo der berühmte «Bacardi-Strand» und auch wieder einige Höhenmeter auf uns warten. Ein Schnorcheltrip zur kleinen Nachbarinsel Curieuse lässt uns einmal mehr über den unglaublichen Fischreichtum dieses Korallenriffs staunen und wir schwimmen mit Schildkröten.

Von oben und unten werden wir nass, das Wetter ist immer noch unbeständig. Wir besuchen Traumstrände, welche wir aus Filmen kennen und stellen fest, dass sie in natura noch viel schöner sind. Am Mittag bringt uns ein Taxi unseren Lunch aus dem Take-Away-Shop direkt an den Strand. Eine Biketour über mehrere Pässe bringt uns einmal mehr zum Schwitzen, umso schöner ist die Abkühlung im türkisfarbenen Nass.

Überfahrt
Überfahrt nach Praslin
Turtle
Insel Curieuse
Velo am Strand
Radel-Spass am weissen Traumstrand

Ein Besuch im Nationalpark Vallée de Mai darf bei einem Seychellenaufenthalt nicht fehlen. Wir bestaunen die riesengrosse, sagenumwobene Meeres-Kokosnuss, auch «coco de mer» genannt, welche praktisch nur auf dieser Insel vorkommt.

Coco de Mer
Die berühmte Coco me Mer

Mein altes Bike darf auf den Seychellen bleiben, wir verkaufen es an einen Rasta-Boy.

Verkehrsschild
Ganz schön steil
Deal
Deal! Mein Bike bleibt auf den Seychellen

Zurück auf Mahé

Zurück auf Mahé lassen wir unsere Seychellentour im Strandhotel ausklingen, unternehmen eine letzte Radtour (ich bekomme ein Ersatzrad) und besuchen den lebhaften Mark in Victoria.

Abschied
Der letzte Abend – Da fällt der Abschied schwer

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