Das erste was mir in Santiago auffällt sind die Erdbeeren. Knallrot und riesig gross liegen sie da, auf den Tischen der Strassen- und Marktverkäufer. Kaufen müssen wir gleich ein ganzes Kilo, aber es gibt schlimmeres als auf einer Bank in der Sonne zu sitzen und süsse Erdbeeren zu essen wenn zu Hause gerade der Winter Einzug hält.

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Chile zieht sich über rund 4200 Kilometer in die Länge, ist jedoch durchschnittlich weniger als 200 Kilometer breit. Das Land grenzt an den Pazifischen Ozean, Bolivien, Peru und Argentinien. Chile hat eines der höchsten Pro-Kopf-Einkommen in Lateinamerika und für Südamerika hohe durchschnittliche Lebenserwartung.

Santiago de Chile

Wie für die meisten Chile-Touristen beginnt unsere Reise in der Hauptstadt. Santiago macht es uns leicht, gleich bei unserem ersten Streifzug entdecken wir ein hübsches Café in einem Innenhof. An der Wand ein buntes Graffiti, improvisierte Sitzgelegenheiten, ein zum Imbisswagen umgebauter Hippie-Bus, leckere Fruchtsäfte und guter Kaffee. Dazu Live-Musik an einem gewöhnlichen Dienstagmittag, wir spüren gleich, Chile und wir – das passt!

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Wir wohnen im Hotel Plaza San Francisco, für meinen Geschmack fast zu nobel. Die zentrale Lage ist perfekt und unser komfortables Zimmer im 10. Stock ideal um nach der langen Anreise „anzukommen“. Gleich hinter dem Hotel beginnt das winzig kleine Barrio Paris-Londres, mit ein paar hübschen Strassencafés. Ganz in der Nähe der Stadthügel Cerro Santa Lucia, schön gestaltet und ideal für einen ersten Blick „von oben“ auf die Stadt. 

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Den Tag starten wir am liebsten mit einem Espresso oder einem Cortado im Café Haiti, das ist ein „café con piernas“, was übersetzt Kaffee mit Beinen heisst und typisch chilenisch ist. Hier bedienen junge Frauen in kürzesten Röcken, zeigen also ihre Beine. Nicht unbedingt frauenfreundlich, aber der Kaffee ist richtig gut und die Mädels sind super nett (auch zu Frauen). Für Stammgäste gibt es Kaffe-Abos.

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Wie meist in Südamerika ist die „Plaza de Armas“ ein guter Ort um etwas zu verweilen und Leute zu beobachten, hier ist immer etwas los. Strassenkünstler, Musik, Schachspieler, Polizisten auf Pferden und vieles mehr.

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Definitiv eine Empfehlung wert sind die Free Walking Touren (erwartet wird natürlich ein grosszügiges Trinkgeld). Es gibt verschiedene Anbieter, unsere Tour startet auf der Plaza de Armas und dauert fast  4 Stunden. Beim Zwischenstopp esse ich das beste Empanada unserer ganzen Chile-Reise.

Die Tour endet im hübschen Barrio Bellavista, in der Nähe vom funicular, der Standseilbahn die auf den Cerro Cristobal hochrattert. Die Aussicht von da oben ist wunderschön und rund um die Kapelle mit dem Kreuzweg herrscht eine ganz besondere Atmosphäre.

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Am Abend gefällt es mir am besten  in Lastarria mit seinem Sammelsurium von Restaurants, Flohmärkten, kleinen Shops und überall Strassenmusik. Das beste Eis gibt es – sagt man – bei „Emporio La Rosa“, es schmeckt wirklich gut.

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Schon Jahrzehnte dauert die Fehde zwischen Chile und Peru um die Erfindung des Pisco Sour an Der Drink wird aus Traubenschnaps, Eiweiß, Zuckersirup und Limette zubereitet und darf bei keinem Essen fehlen. Egal wer den Pisco Sour efunden hat, Salud! Lustig ist, dass uns in Chile immer die peruanische Version empfohlen wird, was auch immer der Unterschied ist.

Bei unseren zweiten Aufenthalt in Santiago, drei Wochen später, wohnen wir im Barrio Brasil, einem tollen Studenten- und Künstlerviertel mit vielen Graffitis.

Das Boutiquehotel Matildas ist ein Juwel in einer antiken Villa mit Garten, eine kleine Oase in der Stadt, total gemütlich.

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Die Plaza de Armas erreicht man von hier problemlos zu Fuss, für weiter entfernte Ziele bietet sich die Metro an. Man kauft eine Prepaidkarte (eine Karte kann von mehreren Personen benutzt werden) und lädt soviel Geld drauf wie nötig. Die Fahrt ist immer gleich teuer, egal ob man eine oder zehn Stationen fährt.

Bei der Station Tobalaba liegt das Costanera Center. Hier kann, wer will, unendlich shoppen, unser Highlight befindet sich 300 Meter höher – 
auf der Aussichtsplattform Sky Costanera erleben wir einen traumhaften Sonnenuntergang, inklusive einer kleinen (Gratis) Weindegustation die zufällig stattfindet. 

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An der Endstation der Linie 1 (Los Dominicos) wartet ein kleines Paradies, das Pueblito Los Dominicos. Neben der Klosterkirche wurde ein Dörfchen für Kunsthandwerker eingerichtet. In den Häuschen residieren Maler, Töpfer, Holzschnitzer etc und es gibt ein nettes Café.

Ebenfalls mit der Metro (und einer kurzen Taxifahrt) erreichbar sind diverse Weingüter, wir entscheiden uns für Concha y Toro , die Tour ist gut gemacht und der Wein schmeckt. Als Souvenir erhalten wir zwei Weingläser die nun mit uns durch Chile reisen. 

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Schöner wohnen in Valparaíso

Schlafen im Schiffscontainer? Was für eine coole Idee! Das Hotel „The Winebox“ entdecke ich zufällig auf booking.com und bin gleich hin und weg, da müssen wir hin. Das Konzept ist einzigartig und die Stadt wird plötzlich zur Nebensache. Zimmerschlüssel gibt es keine, die Türen werden mit Fingerscan geöffnet, die Dekoration ist mehr als originell zum Beispiel mit Sofas aus alten Badewannen, die Dachterrasse mit Bar ein Traum, das Personal super nett und das Frühstück für chilenische Verhältnisse grandios. Hier wird Schlafen zum Erlebnis.

Valpo, wie die Hafenstadt liebevoll genannt wird, hat Charme, aufgrund der geografischen (hügeligen) Lage gibt es nicht wie sonst üblich ein Strassenmuster im Schachbrettstil. Bunt, lebendig und überall Musik, es macht Spass durch die Gassen zu bummeln. Einige der Hügel sind mit alten Liften erschlossen, andere erklimmt man über farbig bemalte Treppen. Wir lassen uns einfach treiben, die Orientierung verliert man sowieso irgendwann – Google Maps navigiert uns zurück ins Hotel. 

Endlich am Meer! Einfach herrlich so ein Spaziergang entlang der Küste. Wir beobachten Seelöwen und Seevögel und besuchen einen Fischmarkt. Die Verkäuferin beim Lunch nennt alle ihre Kundinnen „mi amor“. 

Nach Valparaíso gibt es ab Santiago sehr häufige Busverbindungen. Die Fahrt dauert knapp 2 Stunden. Wir fahren mit Tourbus ab dem Terminal Alameda.


Chile 2018: Santiago/Valparaíso – Pucon/ChiloeSan Pedro – Osterinsel