Manchmal läuft auch im Urlaub nicht alles wie gewünscht und man lernt den Ferienort von einer unerwarteten Seite kennen – so geht es uns dieses Jahr in Zermatt.

Ski Paradies
Alles beginnt wie geplant, abgesehen von den Temperaturen im Minusbereich. Eigentlich buche ich Skiferien im Frühling um nicht zu frieren, aber die tollen Schneeverhältnisse machen das wett. Wir geniessen das Skigebiet mit atemberaubender Kulisse in vollen Zügen.

Auf rund 3883 Metern Höhe zwischen Zermatt und Breuil-Cervinia liegt das höchstgelegene Skigebiet der Schweiz, das Matterhorn ski paradise. Die rund 360 präparierten Pistenkilometer in allen Schwierigkeitsgraden, versprechen ein einzigartiges Vergnügen für Gross und Klein. Immer auf Augenhöhe: die höchsten Viertausender der Alpen und natürlich der Berg der Berge, das Matterhorn. (www.zermatt.ch)

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An Tag drei ist dann Schluss mit Skifahren, ein Sturz mit schmerzhaften Folgen beendet die sportlichen Aktivitäten, den Urlaub lassen wir uns jedoch nicht verderben, dafür ist das Wetter einfach zu schön Somit muss ein Plan B her. Was hat wohl Zermatt für Nicht-Skifahrer zu bieten?

Dorfrundgang (geführt)
Für CHF 10 buchen wir einen geführten Dorfrundgang und das lohnt sich. Während zwei Stunden erzählt uns Führer Franz warum die Walliser Stadel auf Holzpflöcken mit Steinplatten stehen, wie die Zermatter in der Zeit vor dem Tourismus ihr täglich Brot verdienten und vieles mehr. Wer weiss schon das in Zermatt über 500 Elektromobile herumfahren die alle in Zermatt gebaut werden und ein solches Gefährt mehr kostet als unser VW-Bus. Wir lernen das auf dem Gornergrat das höchstegelegene Hotel Europas steht, Zermatt früher von November bis April von der restlichen Welt abgeschnitten war, die Air Zermatt von einem Apotheker gegründet wurde und am Dorfeingang ein Heizölvorrat von 1,5 Millionen Liter lagert. Wer wissen möchte was ein Zermatter HotDog ist muss in der Bäckerei Fuchs vorbeischauen.

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Matterhorn Glacier Pardise
Auf dem kleinen Matterhorn waren wir natürlich als Skifahrer schon öfters, noch nie haben wir uns jedoch Zeit genommen die Attraktionen da oben genauer unter die Lupe zu nehmen. Steigt man aus der Seilbahn kommt man zuerst zur Cinema Lounge, von der Leinwand flimmern packende Filmsequenzen zu den Themen Alpinismus, Bergwelt, Flora und Fauna und Freeride, wirklich sehenswert.

Weiter geht es mit dem Gipfellift hinauf zur höchsten Aussichtsplattform der Alpen auf 3’883 Meter über Meer. Das Panorama mit Sicht auf 38 Viertausender und 14 Gletscher der Französischen, Italienischen und Schweizer Alpen ist schlicht sensationell.

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Hauptattraktion im Gletscherpalast sind funkelnde Eiskristalle und schillernde Skulpturen, die regelmässig von Eiskünstlern neu gestaltet werden.

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Winterwanderweg Rotenboden – Riffelberg
Es lohnt sich zuerst mit der 111 Jahre alten Bahn auf den Gornergrat zu fahren. Von der Aussichtsplattform zeigen sich 29 Viertausender und ein atemberaubendes Berg- und Gletscherpanorama. Danach Fahrt zurück nach Rotenboden.

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Die Wanderung (eher ein Spaziergang) dauert ca eine Stunde, ist gut beschildert und wahrhaftig ein Wintermärchen. Der Blick auf das Matterhorn unbeschreiblich schön, man läuft in grandioser Landschaft abseits von Pisten, Genuss pur.

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Die Woche ist trotz allem viel zu schnell vorbei, es gäbe in Zermatt noch viel mehr zu entdecken.

I love Matterhorn –  der Berg fasziniert mich! Zermatt ich komme wieder, egal ob mit oder ohne Ski.

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