Japan stand schon länger auf meiner Wunschliste. Der Plan war ursprünglich eine organisierte Radreise – daraus geworden ist schlussendlich eine individuelle Bahnreise. Gebucht haben wir das Package „Bahnerlebnis Japan“, dieses steckt die Rahmenbedingungen (Route, Hotels, JR-Railpass, Transfers, Gepäcktransport etc), lässt ansonsten aber viel Freiraum. Zwar bekommt man Vorschläge, kann aber vor Ort selber entscheiden welchen Zug man nimmt, wo man unterwegs stoppt und was man an den einzelnen Orten unternehmen möchte. Für meine Freundin und mich als  „Japan-Neulinge“ mit beschränktem Zeitbudget – und doch etwas Abenteuerlust – genau das Richtige.

Die Reise beginnt mit einem langen Flug nach Osaka, wir werden am Flughafen in Empfang genommen und zum Hotel-Shuttle gebracht. Nach der weiten Reise eine sehr angenehme Dienstleistung. Im Hotel wartet schon Post auf uns, das Pocket-Wifi von Japan Wireless wurde zuverlässig ins Hotel geliefert und ist ab sofort unser treuer Begleiter. Damit haben wir jederzeit unbeschränkt via Internet Zugriff auf Fahrpläne, Google Maps, Wetterbericht , Öffnungszeiten und alles was sonst noch so nützlich ist auf einer Reise.

Kyoto

Die ehemalige Kaiserstadt ist ideal als Einstieg, zwar eine grosse Stadt aber doch noch etwas überschaubarer als Tokyo. Am ersten Tag lassen  wir uns einfach etwas treiben, sammeln Eindrücke, staunen über die Getränkeautomaten an jeder Ecke und die geheizten WC-Sitze, geniessen die Aussicht vom Tower, spazieren auf dem Philosophenweg, besuchen einen Tempel und starten erste kulinarische Experimente. In der U-Bahn stehen wir kurz etwas ratlos vor dem Ticket-Automaten und sofort erklärt uns ein Japaner total geduldig welche Knöpfe wir drücken müssen. (Karasuma Kyoto Hotel)

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Unser Highlight in Kyoto ist definitiv der Fushimi-Inari-Schrein mit seinen rund 10’000 roten Toren. Es lohnt sich am Morgen früh zu kommen (es ist einer der meistbesuchten Schreine Japans!) und viel Zeit einzurechnen. Der Pfad führt in sanften Kurven mehr als 4 km auf den Inari Berg, ein optisches, spirituelles und sportliches Erlebnis.

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Am dritten Tag lösen wir unseren „Japan Railpass“ ein und unternehmen einen Tagesausflug nach Nara. Rund 1200 zahme Rehe und Hirsche durchstreifen den Stadtpark. Die Tiere galten früher als „Abgesandte des Himmels“, heute sind sie sowohl Touristenattraktion als auch Touristenschreck.  Die Viecher können ziemlich aufdringlich sein, sobald etwas raschelt ist man umzingelt. Eindrücklich ist der Tempel des grossen Buddha sowie der Laternenweg mit 3000 Stein- und Bronzelampen. Auch ein Bummel durch die Stadt lohnt sich.

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Dann ist es soweit, die erste Fahrt mit einem Shinkansen steht bevor. Unser Gepäck geben wir im Hotel ab, dieses wird transportiert, wir reisen mit kleinem Rucksack. Die Sitzplätze haben wir am Vortag kostenlos reserviert und dank der Markierungen auf dem Bahnsteig wissen wir genau wo „unser“ Wagen anhalten wird. Wir sind früh am Bahnhof und schauen fasziniert den Zügen zu die alle paar Minuten ein- oder duchfahren. Wenn so ein Shinkansen einfährt läuft alles sehr ruhig und diszipliniert ab und nach 90 Sekunden fährt der Zug im Normalfall bereits wieder weiter. Sitzt man drin merkt man das hohe Tempo gar nicht so richtig, aber wenn einer vorbeirauscht ist es dann doch eindrücklich. An den Bahnhöfen gibt es überall „Bento-Boxen“ (Lunch-Böxli) zu kaufen, man kann sich also während der Fahrt wunderbar verpflegen. Meist kommt sogar noch ein „Wägeli“ mit Getränken und Snacks vorbei.

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Wir legen einen Stopp in Himeji ein, die bekannte Burg ist schon vom Bahnhof aus zu sehen. Allerdings fällt die Besichtigung buchstäblich ins Wasser, es regnet, und zwar so richtig. Wir fahren mit dem Sightseeing-Bus eine Runde durch die Stadt, steigen aber gar nicht erst aus.

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Hiroshima

Tagesziel ist Hiroshima, hier wurde die erste Atombombe der Geschichte abgeworfen und die Stadt praktisch vollständig zerstört. Der Friedenspark ist der zentrale Ort zum Gedenken an die Opfer und sehr schön gemacht, der Besuch hinterlässt jedoch auch ein beklemmendes Gefühl. Besonders berührt hat mich das Kinderdenkmal, unzählige bunte Kraniche aus Papier sind hier aufgehäuft. Sie erinnern an die Leidensgeschichte der 12-jährigen Sasaki Sadako, die durch die Atombombe verstrahlt wurde und an Leukämie starb. Als sie von ihrer Krankheit erfuhr, beschloss sie, 1 000 Origamis in der Form eines Kranichs zu falten, ein Symbol für ein langes Leben. Sie hatte 644 hergestellt als sie starb. Seitdem schicken Kinder aus der ganzen Welt Kraniche als Friedenszeichen hierher. (New Hiroden Hotel)

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Ausserhalb der Stadt liegt der Itsukushima-Schrein von Miyajima in einer kleiner Bucht auf einer Insel. Bei Flut scheint das rote Tor zu schwimmen. Wir besuchen die Insel am Abend, bei Ebbe, erleben eine wunderschöne Stimmung und die meisten Touristen sind bereits weg. Auch hier tummeln sich wieder einige freche Rehe und Hirsche. Leider reicht die Zeit nicht um mehr von der Insel zu sehen, das würde sich aber definitiv lohnen.

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Kanazawa

Die nächste Shinkansenfahrt geht nach Kanazawa, eine Stadt die uns nicht auf Anhieb begeistert. Doch im zweiten Anlauf finden wir hübsche Gassen, einen schönen Tempel im Abendlicht und ein witziges Restaurant. Am nächsten Morgen wollen wir den Kenrouken Garten besuchen und fragen im Bus einen älteren Japaner ob wir die richtige Buslinie erwischt haben. Er spricht kein Englisch, doch  lässt es ihm keine Ruhe, er zieht eine Lupe hervor, schaut immer wieder auf unsere Karte und mit der Zeit versteht er wohin wir möchten. Wir überlassen ihm einen Sitzplatz was ihn zu diversen Verbeugungen und vielen „arigatos“ veranlasst und er bugsiert uns an richtiger Stelle aus dem Bus. Eine zauberhafte Begegnung die man in ähnlicher Art in Japan immer wieder erlebt. Der Garten  ist eine Augenweide (das Teehaus einen Besuch wert) und der anschliessende Spaziergang durch den Park beim Castle versöhnt uns definitiv mit der Stadt. (Hotel Kanazawa)

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Takayama

Langsam haben wir genug Stadtluft geschnuppert uns freuen uns auf Takayama, hier geht es beschaulicher zu und her und praktisch alles ist zu Fuss erreichbar. Das Hotel hat auf dem Dach einen Onsen (japanisches Bad) und das ist auch gleich unser erstes Ziel, darauf haben wir uns gefreut.  Zum Glück bekommen wir eine „Bedienungsanleitung“, man kann einiges falsch machen (mehr zum Thema). Nach dem Wellnessprogramm haben wir Hunger und wir leisten uns ein teures Abendessen, es gibt „Hida-Beef“. Takayama ist auch berühmt für seine Sake-Brauereien, also nichts wie los – aber so richtig schmecken tut es uns nicht. Nett ist  der kleine Morgenmarkt und empfehlen können wir einen Besuch im «Hida Folk Village», dem Freilichtmuseum mit charakteristischen Häusern mit Schilfdächern. Die Alltagskultur der japanischen Bergdörfer wird auf lebendige Weise veranschaulicht. Ein wirklich schöner Ausflug und nicht überlaufen. Es ist Sonntag und am Nachmittag findet  in Takayama eine Art Strassenmarkt mit Food-Ständen und Konzerten statt, das macht Spass. Am Abend wollen wir in einer Bar noch etwas trinken und stossen auf Sprachbarrieren. Aber kein Problem, die Bedienung zückt das Handy, spricht etwas hinein und präsentiert uns die Frage in englischer Übersetzung. (Spa Hotel Alpina)

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Hakone

Die Zugreise (dieses Mal kein Shinkansen) geht gemütlich nach Hakone, in den Fuji-Hakone-Izu-Nationalpark. Hier lässt sich eine wunderbare Rundreise mit Zahnradbahn, Standseilbahn, Seilbahn, einem Piraten-Schiff und Bus machen. Mit der Seilbahn geht es über Vulkangebiet (es stinkt!) und auf dem Ashi-See erhaschen wir (mit etwas Fantasie) einen Blick auf den Mt. Fuji. Die Hakone-Railway pflegt freundschaftliche Beziehungen zu der Rhätischen Bahn, es hängen überall Bilder von der Schweiz. Das Wetter verschlechtert sich leider zunehmend, wir kommen aber trocken durch uns sind total begeistert von der wunderschönen Landschaft.

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Die Unterkunft heute ist ein traditionelles Ryokan. Wir ziehen die bereitgestellte Yukata an (eine Art Kimono), inklusive „Zehen-Socken“ und hölzerne Flip-Flops, schlendern in den Onsen und gönnen uns ein heisses Bad. Gebadet wird in Japan übrigens nackt und getrennt nach Geschlechter, Tattoos sind nicht erlaubt. Das anschliessende Nachtessen ist sensationell, in neun Gängen schlemmen wir uns durch die japanische Küche. Viele Gäste sitzen in der Yukata am Tisch, wir fühlen uns dann doch wohler in unserer gewohnten Kleidung. Bei unserer Rückkehr ins Zimmer sind am Boden Matten ausgebreitet und wir schlafen wunderbar. Den neuen Tag beginnen wir mit einem weiteren Bad, es ist einfach herrlich im warmen Wasser zu sitzen und zuzuhören wie der Regen auf die Dächer prasselt – ok, das mit dem Regen müsste nicht sein. Das japanische Frühstück ist ziemlich speziell, Fischsuppe am Morgen geht bei mir nicht so wirklich. Irgendwie vertrage ich diese Art von Frühstück anscheinend nicht, mich quälen noch ein paar Stunden Magenschmerzen, aber ich möchte das Erlebnis nicht missen. (Ryokan Aura Tachibana)

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Leider regnet es weiterhin ziemlich heftig, der geplante Spaziergang am Ashi-See macht so keinen Sinn. Wir lassen uns an den Bahnhof fahren, stürzen uns in eine Bäckerei, gönnen uns ein zweites Frühstück und tuckern mit der Hakone Railway zurück nach Odawara. Die Platzreservation für den Abendzug können wir problemlos umtauschen und nach einer allerletzten Shinkansenfahrt erreichen wir schon kurz nach dem Mittag Tokyo.

Tokyo

Das Wetter ist wie erhofft besser geworden. Da unser JR-Railpass heute noch gültig ist fahren wir mit der Yamanote-Linie zum Bahnhof Shinjuku, da in der Nähe steht das Rathaus. Dieses hat zwei Türme und in beiden kann man gratis in den 45. Stock fahren und die Aussicht geniessen, der perfekte Start in einer neuen Stadt. Nächster Stopp Shibuya mit seiner berühmten Kreuzung. Jedes Mal, wenn die Ampel auf Grün springt, gehen bis zu 15’000 Menschen aus allen Richtungen los und queren kreuz und quer.  Beobachten kann man das Spektakel bei Starbucks, im zweiten Stock. Dann fahren wir zurück zu „unserem“  Bahnhof Hamamatsucho. Als wir aus dem Bahnhof treten verschlägt es uns fast die Sprache, die Gassen sind in goldenes Licht getaucht, ein sensationeller Sonnenuntergang bahnt sich an. Zum Glück führt unser Heimweg am Worldtrade-Center vorbei, wir  beschliessen spontan auf die Aussichtsterrasse hoch zu fahren, manchmal sind die ungeplanten Dinge eben die besten, wir können uns fast nicht mehr von der grandiosen Aussicht losreissen.

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Am nächsten Tagen spazieren wir zum Tokyo Tower und warten auf den Skybus, wir wollen uns mit Hop-On/Hop-Off einen Überblick über die Stadt verschaffen. Das Konzept ist zwar nicht so ganz ausgereift, steigt man an einer Station aus kommt frühestens in 60-90 Minuten wieder ein Bus vorbei. Zudem lässt sich ab Tokyo Tower keine ganze Runde fahren, man muss die Fahrt unterwegs unterbrechen. Es braucht also etwas Planung und viel Zeit, aber schon nur die Fahrt über die Rainbow-Bridge ist der Wahnsinn. Wir schauen uns in Odaiba etwas um, bewundern das Gebäude von Fuji-Television, posieren mit Snoopy, spazieren an der Freiheitsstatue vorbei und beschliessen mit dem Boot nach Asakusa zu fahren. Der Mann am Ticketschalter spricht kein Englisch, er ist aber super organisiert, wir zeigen auf einem Schild wo wir hin wollen und halten zwei Finger hoch. Je nach Anzahl Personen hat er Zettel parat mit den entsprechenden Preisangaben. Kommunikation funktioniert in Japan definitiv auch ohne Worte. Die Fahrt auf dem Fluss ist super, wer hätte gedacht dass es in Tokyo so viele Brücken hat. Wir besuchen den  Sensoji-Tempel mit dem berühmten Donnertor und wechseln dann wieder auf den Bus. Die Fahrt durch die verschieden Stadtteile ist spannend, leider ist es aber unmöglich in zwei Tagen alles anzuschauen. Bei der Tokyo Station müssen wir umsteigen, in einem hübschen Innenhof gönnen wir uns ein Glas Wein und dann geht es auf den letzten Teil der Fahrt. Es wird langsam dunkel und die Lichter gehen überall an, wunderschön. Ziemlich erschöpft kommen wir wieder am Tokyo Tower an, setzen uns in einen „Highball-Garten“, bestellen etwas zum Essen und stellen fest dass uns Highballs (Cocktail mit Whisky) nicht schmecken.

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Am zweiten Tag kaufen wir uns eine Tageskarte für die Subway/Metro. Der öffentliche Verkehr ist in Tokyo nicht ganz einfach zu verstehen es gibt verschiedene Anbieter mit unterschiedlichen Ticketsystemen. Wir fahren zuerst zum Tsukiju-Fischmarkt, wo soll man Sushi essen wenn nicht da? Hier finde ich zudem die besten Mochi (Reiskuchen) der ganzen Reise, mit Mango-Füllung. In der Nähe vom Fischmarkt ist der Hama Rikyu Garden, definitiv sehenswert, eine grüne Oase umgeben von Hochhäusern. Das Teehaus am See ist total hübsch (der Tee schmeckt mir zwar überhaupt nicht) und wir lassen uns da einem Moment nieder. Anschliessend fahren wir nach Akihabara, das totale Kontrastprogramm, ein Technikmekka und Zentrum der Mangas und Animes. Wir besuchen ein Maid-Café, die Kellnerinnen bedienen im Dienstmädchenlook, wir müssen „Miau“ sagen und es ist so doof dass es schon fast wieder lustig ist. Diese Welt erschliesst sich uns irgendwie nicht. Nach einem Kaffeestopp im Rathaus (wir geniessen nochmals die Gratis-Aussicht im 45. Stock) , geht es weiter zum Meiji-Schrein, dieser liegt mitten in einem Wald und ist doch mitten in der Stadt, Tokyo erstaunt uns immer mehr. Langsam sind wir müde (wir laufen Kilometer durch elend lange Gänge in den U-Bahnstationen) und übersättigt von all den Eindrücken aber wir wollen unbedingt noch nach Roppongi und auf den Mori-Tower. Ein weiterer „Wow-Moment“, hier gibt es eine offene Plattform und einmal mehr schauen wir zu wie die Lichter der Stadt angehen, immer wieder faszinierend.  (Shiba Park Hotel )

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Dann bricht der letzte Tag an, wir spazieren nochmals durch die Gassen rund um unser Hotel und machen letzte Einkäufe. Mit dem Airport-Limousinen-Bus geht es an den Flughafen. Der Emirates-Schalter ist noch nicht geöffnet aber wir finden ein Schliessfach für unser Gepäck. Wir haben uns entschlossen die Reise „japanisch“ ausklingen zu lassen und fahren mit dem Gratis-Shuttle ins Narita-View Hotel, da gibt es einen Onsen. Es ist eine gute Idee, ich habe noch selten so entspannt und relaxed einen Heimflug angetreten.

Fazit

Mit etwas Reiseerfahrung und Englischkenntnissen kann Japan problemlos individuell bereist werden. Japan ist perfekt organisiert, sehr sauber und Japaner sind ausgesprochen freundlich, hilfsbereit und diszipliniert. Es ist sicher kein billiges Reiseland, so teuer wie befürchtet ist es aber nicht. Beim Essen ist es wie überall, von sehr günstig bis sehr teuer gibt es alles. Ins Geld geht Alkohol und auch Kaffee kostet mehr als bei uns. Geld beziehen kann man problemlos am Automaten (ATM) zum Beispiel in den zahlreichen 7-eleven-Läden, bei mir hat sowohl die Maestro als auch die VISA-Karte problemlos funktioniert.

Und zum Abschluss ein paar Besonderheiten die Japan so speziell und auch liebenswert machen:

  • In Restaurants stehen oft Körbe bereit damit die Handtasche nicht auf den Boden gestellt werden muss.
  • Niemand hat Angst vor Dieben. Im Café oder Zug lassen Japaner das Handy am Platz liegen und gehen seelenruhig aufs Klo.
  • Schirme sind wichtig in Japan. Regenschirme sind transparent und es gibt abschliessbare Schirmständer. Gesehen haben wir auch oft Automaten mit Plastikschutzhüllen, damit nichts nass wird. Bei Sonnenschein sind Japaner auch mit Schirm unterwegs, dann sind diese allerdings farbig.
  • Japaner schützen sich vor der Sonne. Strassencafés gibt es daher kaum, das Leben findet drinnen statt, hinter Schiebetüren und beschrifteten Tüchern.
  • Oft sieht man Japaner die ihren Hund nicht spazieren führen, sie schieben ihn in einer Art Kinderwagen vor sich her.
  • Niemand telefoniert in Zügen, es wird auch kaum geredet. Dafür hängen alle am Handy  um Nachrichten zu schreiben, Serien zu schauen, zu gamen oder Musik zu hören. Es herrscht generell in Japan eine überraschende Ruhe, man hört kaum mal ein Geschrei.
  • Beinahe jede Metro- und Bahnstation hat in Tokyo ihren eigenen Klang. Das können Vogelgezwitscher, Kuckucks-Laute oder Melodien sein.
  • Auch wenn weit breit kein Auto zu sehen oder zu hören ist – kein Japaner geht bei Rotlicht über die Strasse.
  • In Japan, gibt es kaum Abfalleimer, trotzdem sind Japans Strassen und Bahnhöfe extrem sauber. Der Müll wird zu Hause entsorgt.
  • Toiletten sind hochentwickelte Hightech-Geräte. Die Toilettenbrille ist beheizt, ein Wasserstrahl zur Intimpflege ist Standard. Dabei ist die Wassertemperatur und der Druck wählbar. Zudem gibt es meistens einen Sound-Knopf. Dieser soll die sonstigen WC-Geräusche übertönen und für etwas Privatsphäre sorgen.

Sayonara Japan – ich komme gerne wieder!