Ich war noch niemals in New York….das können wir nun wirklich nicht behaupten. Seit wir 1992 in Manhatten geheiratet haben sind wir immer mal wieder zurückgekehrt (wie oft weiss ich gar nicht), so nun auch dieses Jahr zu unserem 25. Hochzeitstag, nicht ganz pünktlich zwar, aber auf die paar Wochen kommt es ja dann auch nicht an.

Long Island City
Dieses Mal haben wir uns für das Z Hotel in Long Island City (LIC) entschieden, ein wirklich cooles Hotel mit Blick von jedem Zimmer auf die Skyline von Manhatten und einer tollen Dachterrasse. Der Hotelshuttle fährt stündlich über die Queensboro Bridge zum Bloomingsdale’s, es hat verschiedene Subwaystationen in der Umgebung und NYC Ferry bietet ebenfalls eine Verbindung. Ich empfand es als wohltuend zwischendurch der Grossstadthektik und der Hitze zu entfliehen und etwas Ruhe zu geniessen. Zwar ist die Umgebung um das Hotel nicht gerade als attraktiv zu bezeichnen, aber es lässt sich gut leben da. Hier rattert die Subway als Hochbahn über den Strassen, man sieht die „locals“ am Abend auf den Treppen vor den Reihenhäusern sitzen, kann in einem typisch amerikanischen „Diner“ essen, es gibt einen Supermarkt, ein paar Coffee-Shops, Delis und Dunkin’ Donuts, also alles was man braucht. Bekannt ist das grosse Pepsi-Schild im Gantry Plaza State Park.

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Cupcake ATM
Meine neue Liebe in NYC ist dieser pinkige Automat an der Lexington Avenue, gegenüber von Bloomingdale’s. Im Normalfall spuckt ein ATM Geld aus, dieser hier befriedigt ganz andere Bedürfnisse. Wie cool ist das denn!

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Seated Ballerina
Im Vorfeld der Reise sind mir immer wieder Bilder von einer Ballerina vor dem Rockefeller-Center aufgefallen. Zu unserem Glück wurde die Ausstellung verlängert und so haben wir die tolle Installation von Jeff Koons tatsächlich noch vor Ort bewundern dürfen.

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Yankees
Was macht man an einem Sonntagnachmittag in New York? Wir waren an einem Spiel der Yankees. Das gigantische Stadion im Süden der Bronx ist schon alleine die Reise wert, etwa 53’000 Fans haben da Platz. Auch wenn man die Regeln nicht versteht ist so ein Spiel kurzweilig und es macht Spass einfach etwas zu beobachten, die Stimmung einzufangen und mitzujubeln wenn die Yankees gewinnen. Astronomisch sind die Preise für Food und Getränke, eine Büchse Bier kostet bis zur $14, also mehr als am Oktoberfest.

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Bryant Park
Ich liebe diesen Park in Midtown, zwischen Times Square und Grand Central Station, eine grüne Oase umgeben von Wolkenkratzer. Man sitzt wunderbar im Schatten unter Bäumen und geniesst die Ruhe. Es gibt Kioske und oft finden Veranstaltungen oder Kurse statt. Völlig verblüfft hat mich das öffentliche WC (gratis), so ein schönes sauberes „Örtchen“ ist wirklich aussergewöhnlich in einem Park.

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Highline Park
Zwar längst kein Geheimtipp mehr, aber trotzdem eine neuere Attraktion. Die Highline ist ein als Stahlviadukt erbautes Hochbahntrasse im Meatpacking District. In drei Etappen wurde das inzwischen stillgelegte Trasse begrünt und ermöglicht nun einen wunderbaren Spaziergang mit tollen Ausblicken aus ungewöhnlicher Perspektive.

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One Word Observatory / World Trade Center
Die Neubebauung ist in meinen Augen sehr schön geworden. Besonders berührt haben mich die beiden riesigen Brunnenbecken, eingelassen in die „footprints“ der einstigen Twin Towers. Entlang dem Beckenrand sind fast 3000 Namen der Opfer eingraviert. Das 104-stöckige One World Observatory mit seiner dreistöckigen Aussichtsterrasse steht seit 2015 Besuchern offen. Die Aussicht ist fantastisch und sie unterscheidet sich wegen der südlichen Lage komplett von den beiden anderen Aussichtspunkten. Ich persönlich finde jedoch den Blick sowohl vom Rockefeller als auch vom Empire viel imposanter und zudem kann man im One World leider nicht nach draussen. Aber trotzdem, ein Besuch ist es definitiv wert und auf dem Weg nach oben gibt es ein paar special effects.

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Der Bulle und das Mädchen
„Fearless Girl“ heißt die Skulptur, die von der Künstlerin Kristen Visbal geschaffen wurde und nun dem berühmten Bullen an der Wall Street die Stirn bietet. Das kleine Bronze-Mädchen ist Teil einer Kampagne, die für mehr Frauen in Vorstandsposten wirbt. Das Mädel hat sich zu einem beliebten Foto-Objekt gemausert.

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Bike NYC
Eine Velotour in NYC klingt erstmal etwas abenteuerlich, können wir aber absolut empfehlen. Praktisch verkehrsfreie Velowege gibt es zum Beispiel am Hudson-River, am East-River, durch den Centralpark und über die Manhatten- und Brooklyn Bridge. Uns hat es aber auch Spass gemacht durch die Stadt zu fahren. Man kommt locker links und rechts an den Autokolonnen vorbei und Rotlichter scheinen für Velofahrer (und Fussgänger) nicht zu gelten. Also nur Mut! Die Fahrräder haben wir bei Danny’s Cycles am Hudson Square gemietet (es gibt weitere Filialen) und waren sehr zufrieden. Einzig abschliessen liessen sich die Räder nicht, man hat uns empfohlen als Diebstahlsicherung den Sattel abzunehmen – wir haben uns für die Methode „nicht aus den Augen lassen“ entschieden.

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Bushwick Collective Street Art (Brooklyn)
Wer kunstvolle Graffitis mag der muss in den Norden von Brooklyn. Den Tipp habe ich von Facebook-Freundin Sylwia, sie war auch kürzlich in der Gegend.

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Staten Island Ferry
Der Klassiker, einmal (kostenlos) mit der Fähre nach Staten Island und zurück, mit traumhaftem Blick auf die Stadt und die Liberty.

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Roadtrip Long Island (Hamptons)
Irgendwie zieht es mich mit zunehmenden Alter mehr und mehr in die Natur und so musste ich raus aus der Stadt. Wir  haben ein Auto gemietet und uns für 3 Nächte in Riverhead im Hyatt Place einquartiert. Riverhead liegt da, wo im Osten die beiden „Finger“ der Insel, South und North Fork, in den Atlantik hineinragen. Von da aus lässt sich ein schöner Roadtrip unternehmen. Man fährt durch die hübschen Dörfer der Hamptons zum Montauk Point Lighthouse, dann zum ehemaligen Walhafen Sag Harbour und über eine Brücke und mit zwei Autofähren via Shelter Island zum North Fork. Durch Weingebiete und Farmland geht es zurück nach Riverhead. What a wonderful day! Die für den nächsten Tag geplante SUP-Tour ist leider buchstäblich ins Wasser gefallen, es hat den ganzen Tag wie aus Kübeln geschüttet und so mussten wir wohl oder übel den Tag in der Outlet Mall verbringen. Am Abend gab es ein grandioses Steak bei Cliff sowie einen Spaziergang durch das verschlafene Dorf. Im Park haben wir anschliessend Bekanntschaft mit der örtlichen Polizei geschlossen, nach Sonnenuntergang darf man sich da nicht mehr aufhalten. Die Herren haben uns jedoch sehr freundlich „raus geworfen“.

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Das war eine wunderbare abwechslungsreiche Reise. Einmal mehr hat die Zeit nicht gereicht um alles anzuschauen was auf dem Plan stand. New York, wir kommen bestimmt irgendwann wieder!