Eigentlich sollte man Geheimtipps wohl besser nicht verraten, aber ich will dann mal nicht so sein. Maria-Rickenbach verspricht Schneeschuhwandern abseits des Rummels, Ruhe hoch über dem Alltag, frische Energie und traumhafte Ausblicke.

Ausgangspunkt ist die Talstation der Luftseilbahn Dallenwil-Niederrickenbach. Mit dem Auto Ausfahrt Stans-Süd und dann noch 3,5 km Richtung Engelberg. Gratisparkplätze sind vorhanden. Von der Bahnstation „Niederrickenback“ erreicht man die Talstation in 2 Gehminuten.  Eine Retourfahrt mit Halbtax kostet CHF 12 und das GA ist gültig. Die Seilbahn fährt alle 30 Minuten, bei Andrang auch häufiger. Am Sonntagmorgen um 10.00 Uhr ist allerdings noch nicht viel los. Oben angekommen erblickt man zuerst einmal die vielen Wander-Wegweiser, wow, da müssen wir im Sommer zurückkommen zum wandern im Brisengebiet.

Ich muss schmunzeln als ich die Musenalpbahn (im Winter geschlossen) erblicke, einige erinnern sich vielleicht an das Kultheftli aus den 80ern, damals als es noch kein Facebook gab. Im Jahr 2005 wurde ein Comeback angekündigt, dazu ein Video vom Schweizer Fernsehen für alle die etwas in Nostalgie schwelgen mögen.

Dann passieren wir das Benediktinerkloster mit einem kleinen Laden, besonders der Tee soll hier ein Verkaufsschlager sein – erzählt mir später eine Frau im Restaurant. Neben der Kirche ist das gemütliche Pilgerhaus (Montag Ruhetag), wir trinken einen Kaffee und können den hausgemachten Nussstangen nicht widerstehen. Nun aber los, Schneeschuhe montieren, inzwischen ist es elf Uhr. Der Ausgangspunkt für die Schneeschuhtrails liegt etwas oberhalb vom Pilgerhaus.

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maria_rickenbach_karteWir laufen los und bald sind wir mitten in der Natur. Dank dem Neuschnee ist es  ein Wintermärchen und wir treffen nur vereinzelt ein paar andere Wintersportler. Auch die für den Nachmittag versprochenen Aufhellungen sind schon da. Alles ist gut ausgeschildert und man  kann unterwegs spontan entscheiden wie weit man laufen mag. Schlussendlich sind wir auf der blauen Route unterwegs und ein Stück weit müssen/dürfen wir sogar noch spuren, sind also mittags um 12 Uhr die ersten Schneeschuhläufer auf diesem Abschnitt. Die Tour ist technisch einfach, lawinensicher mit ein paar Auf-/Abstiegen.

Möglich sind übrigens auch geführte Schneeschuhwanderungen, mit anschliessendem Fondue.

Ich denke Bilder sagen mehr als Worte:

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Nach 2,5 Stunden sind wir zurück beim Pilgerhaus und stärken uns mit einer hausgemachten Suppe. Das Restaurant ist inzwischen gut gefüllt, wir setzen uns an einen grossen Tisch und werden gleich in nette Gespräche verwickelt. Irgendwie scheint dieser Ort tatsächlich die Leute zu entspannen.

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