Schon lange faszinieren mich die Bilder der Sheikh Zayed Moschee und so bin ich sehr glücklich als sich auf dem Weg nach Sri Lanka die Möglichkeit zu einem Stopover in Abu Dhabi ergibt. 

Der Zufall will es, dass ich (ohne dies zu wissen) am Abend des Nationalfeiertages ankomme und mich die Stadt gleich mit  einem Feuerwerk begrüsst. Jetzt ist mir auch klar weshalb am Flughafen Geschenke und Süssigkeiten an alle ankommenden Passagiere verteilt wurden. Ganz Dubai scheint an diesem Abend mit dem Auto unterwegs zu sein, die Strassen sind verstopft, es wird gehupt und es herrscht eine ausgelassene Stimmung. Die Fussgänger besprayen die Autos, bei näherer Betrachtung entpuppen sich die Dosen als „Snow-Spray“. Was für ein Einstieg in mein Abu Dhabi Weekend.

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Ausgeschlafen geht es am nächsten Morgen auf eine Stadtrundfahrt mit dem BigBus, dieser funktioniert nach dem Hop-On, Hop-Off System. Die rote Route (City Tour) verschafft einen guten Überblick. Da der erste Bus bei unserer Station erst gegen halb elf abfährt reicht die Zeit für die grüne Route (Yas Island) nicht mehr. Inbegriffen im Tagesticket ist eine „Dhow Cruise“, eine Bootsfahrt in einem traditionellen arabischen Boot entlang der Corniche. In der Nähe vom Boot ist die Marina Mall, ideal für eine Mittagspause. Die Erklärungen im Bus über Kopfhörer in verschiedenen Sprachen sind sehr interessant und informativ,  die Rundfahrt mit Cabrio-Feeling macht richtig Spass.

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Irgendwann am Nachmittag ist es dann soweit, nächster Stopp: Moschee. Endlich bin ich da, stehe vor diesem faszinierenden Bauwerk. Noch sind aber ein paar Hürden zu überwinden. Wie am Flughafen gibt es eine Sicherheitskontrolle und da sind auch noch die Kleidervorschriften zu beachten. Alles ist super organisiert, die Frauen bekommen (gratis) eine bodenlange blaue Abaya ausgehändigt die den ganzen Körper umhüllt inklusive Kapuze. Nun heisst es aufpassen dass man die Kollegin nicht aus den Augen verliert. Die Frauen lassen sich (fast) nur noch anhand der Handtaschen unterscheiden.

Wikipedia: Die Scheich-Zayid-Moschee (arabischمسجد الشيخ زايدMasdschid asch-Schaich Zayid, DMGMasǧid aš-Šaiḫ Zāyid, englischSheikh Zayed) ist eine Moschee in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Sie ist die größte Moschee in den Vereinigten Arabischen Emiraten und die achtgrößte der Welt.[1] Das Sakralbauwerk befindet sich auf einem rund 56 Hektar großen Grundstück am Südostende der Hauptinsel und ist benannt nach EmirZayid bin Sultan Al Nahyan, einem Mitgründer und erstem Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, dessen Grab sich auf dem Gelände befindet. Das Bauwerk wurde im Monat Ramadan (September/Oktober) 2007 offiziell eröffnet.

In ihren Außenmaßen von 224 mal 174 Metern bietet die Moschee Platz für 40.000 Gläubige. Ihre vier Minarette messen eine Höhe von jeweils 107 Meter, die der Hauptkuppel über dem Gebetssaal 75 Meter. Mit einem Durchmesser von 32,2 Metern gilt sie als größte Moscheekuppel der Welt. Dem kompakten Zentralbau wurden am Rand über 40 kleinere Kuppeln aufgesetzt. Die Baukosten der Anlage beliefen sich auf 545 Millionen US-Dollar. Ihre umgebenden Parkplätze sind vergleichbar mit dem Parkraum eines Großstadions. Für den Bau wurde hochwertiges Material verwendet, unter anderem 15 verschiedene Marmorsorten (darunter Laaser Marmor) und auffällig viel Blattgold. Das Innere der Moschee ist mit einem 5627 Quadratmeter großen, handgeknüpften Teppich aus Iran ausgelegt, der 47 Tonnen schwer ist – darunter 35 Tonnen Wolle und 12 Tonnen Baumwolle. Auch er gilt als größter seiner Art auf der Welt.

Es ist genau so schön wie ich es mir vorgestellt habe, wie eine Fata Morgana, ein Märchen aus 1000 und einer Nacht mit den weiss leuchtenden Kuppeln und Türmchen. Der blaue Himmel ist natürlich das Tüpfelchen auf dem i. Wow, ich bin sprachlos und kann mich fast nicht satt sehen. Schon alleine für diesen Anblick lohnt sich eine Reise nach Abu Dhabi.

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Als Unterkunft kann ich das Southern Sun wärmstens empfehlen. Wunderschöne Zimmer, nettes Personal und ein tolles Frühstücksbuffet. Die Corniche ist in ein paar Minuten zu Fuss erreichbar und in der näheren Umgebung gibt es diverse Restaurants und Läden. Natürlich kann man überall Schawarma essen, den „arabischen Döner“. Nur die Suche nach einer Shishabar gestaltet sich etwas schwierig. Zwar gibt es diverse Lokalitäten, doch meistens überfüllt mit arabischen Männer die im TV Fussball schauen, für zwei europäische Frauen vielleicht nicht ganz ideal. Nach längerem Suchen und herumfragen werden wir in einem Hotel-Café (sogar mit Terrasse) doch noch fündig und lassen unseren Abu-Dhabi-Aufenthalt gemütlich ausklingen.

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